Hallertau und Hopfen

Die Hallertau bzw. Holledau ist das größte zusammenhängende Hopfenanbaugebiet der Welt. Die hügelige Landschaft liegt zwischen München, Ingolstadt und Regensburg und ist ca. 2.400 Quadratkilometer groß.

Bereits im Jahre 736 gab es Hopfenanbau bei Geisenfeld und 860 werden Hopfengärten erstmals urkundlich in Gründl bei Nandlstadt erwähnt. In der Hallertau wächst bei guter Witterung jährlich ca. 30.000 Tonnen qualitativ hochwertigster Hopfen. Über 80% werden in über 100 Ländern weltweit exportiert.

Diese weibliche Kulturpflanze klettert in nur 70 Tagen bis zu 8 Meter um anschließend zu blühen. Die Blüten reifen innerhalb von zwei Monaten zu einem Zapfen (Hopfendolde). Der Inhalt, das goldgelbe Pulver „Lupolin“, wird vor allem zum Bierbrauen verwendet. Durch seine antibakterielle Kraft bzw. Konservierung (beschrieben im Buch Physica von Hildegard von Bingen) wurde der Hopfen seit dem Mittelalter für das Brauen im Bier genutzt. 1516 wurde es unter Wilhelm IV mit dem bayerischen Reinheitsgebot Pflicht, Hopfen zum Bierbrauen zu verwenden.

Im Jahre 2007 wurde Hopfen zur Arzneimittelpflanze des Jahres gekürt.

Es wurden vor allem die heilenden Kräfte wieder in den Vordergrund gestellt. Im Mittelalter ist Hopfen für medizinische Zwecke eingesetzt worden. Einige dieser Erkenntnisse wurden bereits aus heutiger Sicht belegt. Vor allem wurde Hopfen als Schlaf- und Beruhigungsmittel eingesetzt. Ein wichtiger Inhaltsstoff des Hopfens ist Beispielsweise das Xanthohumol dessen krebsvorbeugende Wirkung zugeschrieben wird.

Sie sind am „Grünen Gold“ und an der Region Hallertau interessiert?

Weitere Informationen

www.arzneipflanze-hopfen.dewww.hopfenmuseum.dewww.hopfenforschung.de

Kontakt

Holled'Auer Doldenschänke

Hildegard Heindl
Im Bäckerfeld 1
84072 Au i. d. Hallertau
Telefon 08752 9655
info@hopfen-secco.de